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Tinnitus

Jeder Zweite leidet mindestens einmal im Leben an lästigen Ohrgeräuschen (Tinnitus), die andere Menschen nicht hören. Etwa 20% der Bevölkerung müssen längere Zeit mit einem Tinnitus leben. Bei einigen Menschen kann das Ohrgeräusch so heftig werden, dass es ihren Alltag stark beeinträchtigt.

Was bedeutet Tinnitus?

Tinnitus ist lateinisch und bedeutet »Klingeln«. Dieser Begriff beschreibt ein (Ohr-) Geräusch, das entweder nur die Betroffenen hören (subjektiver Tinnitus) oder das durch den Körper selbst erzeugt wird (objektiver Tinnitus). Die Ohrgeräusche haben typischerweise eine hohe Frequenz (Pfeifen) und werden von den Patienten vor allem in geräuscharmer Umgebung wahrgenommen. Betroffene beschreiben auch andere Arten von Ohrgeräuschen: Brummen, Rauschen, Sausen oder Summen.

Symptome eines Tinnitus

Einen vorübergehenden (akuten) Tinnitus kennen fast alle Menschen. Nach einem Konzert, beim Hören von Musik mit Kopfhörern oder beim Hantieren mit lauten Maschinen kann es kurzzeitig im Ohr pfeifen (akuter Tinnitus). Diese Ohrgeräusche sind meist harmlos und müssen nur selten behandelt werden. Sie können aber auch den Beginn eines dauerhaften (chronischen) Tinnitus markieren.

Behandlung eines Tinnitus

Halten die Ohrgeräusche länger als drei Monate an, so ist der Tinnitus chronisch und bedarf einer genauen medizinischen Abklärung. Es gibt zahlreiche Krankheiten, die sich mit Tinnitus als Symptom bemerkbar machen. Trotz umfangreicher Untersuchungen des Gehörs, des Gehirns und des Herz-Kreislaufsystems lässt sich bei vielen Patienten die Ursache jedoch nicht feststellen (idiopathischer Tinnitus). Der akute Tinnitus verschwindet bei etwa 70 % der Patienten auch ohne Therapie. Betroffene mit chronischem Tinnitus müssen oft damit leben lernen; es gibt allerdings einige Behandlungen, die das Leben mit dem Tinnitus erleichtern.